Die Halbinsel Eiderstedt, wie wir sie heute kennen, sah vor einigen Jahren etwas anders aus. Dass sich die Landschaft im Laufe der Jahre verändert ist nichts Neues aber die Nordseeküste hat spannende Geschichten im Laufe der Jahre miterlebt. Vor der Küste befanden sich mehrere Inseln und auch Sylt, Amrum und Föhr waren deutlich größer. Die heutigen Halbinseln Eiderstedt und Nordstrand waren eigene Inseln, mit mehreren Ortschaften.

Mit der Zeit änderten sich Land und Leute an der Nordsee.

Stürme in der rauen Nordsee trugen dazu bei, dass ganze Landteile verschwanden. Selbstredend auch einige Ortschaften, wie beispielsweise der Ort Rungholt. Dieser Ort galt als moderne Handelsstadt und wurde von den reichen und so sagt man, den habgierigen Leuten bewohnt. Sie befand sich auf Nordstrand und ging mit der Insel unter. Rungholt wird auch als das „Atlantis der Nordsee“ bezeichnet. Heute noch kann man die Überreste an der Stelle im Wattenmeer finden.

Da so viel Land und Marsch dem Meer zum Opfer gefallen und viele Bereiche versandet sind, hat man einige Teile eingedeicht. Die Insel Nordstrand wurde so zur Halbinsel, die an Husum angrenzt und die ehemaligen Inseln Eiderstedt, Evershop und Utholm sind zusammen gedeicht worden. Man kennt sie nun als die heutige Halbinsel Eiderstedt.

Der Name

Der heutige Ort Sankt Peter-Ording befand sich auf der Insel Utholm. Da die Insel Utholm viel Land in der Nordsee verloren hat, hat die Gemeinde Süderhöft / Böhl nach der Sturmflut von 1553 seine Selbstständigkeit aufgegeben und sich mit „Ulstrup“ vereinigt. Sankt Peter-Ording bestand zu jener Zeit aus zwei Orten, die sich kirchlich im Jahr 1867 vereinigten. Das eine Dorf war bekannt als „Ulstrup“ und die andere Ortschaft hieß „Ording“. Aus Ulstrup wurde später Sankt Peter. Diese Bezeichnung wurde erstmals urkundlich 1373 erwähnt. Der Name „Sankt Peter“ kommt ursprünglich von der Kirche, die damals im Ort Ulstorpia, oder auch Ulstrup genannt, gestanden hat. Diese Kirche ist Eiderstedts älteste Kirche, die im Ortsteil St. Peter-Dorf steht. Die kommunale Vereinigung der beiden Orte Sankt Peter und Ording zu St. Peter-Ording erfolgte erst am 01. Januar 1967. Damals gehörte die Gemeinde noch zum ehemaligen Kreis Eiderstedt. und seit dem 26. April 1970 zum Kreis Nordfriesland.

Im Laufe der Jahre sind nicht nur die Ortsteile St. Peters zusammengewachsen, sondern auch ganze Ortschaften auf Eiderstedt. Der Zusammenhalt der Einheimischen ist stark. Wobei mittlerweile in Sankt Peter-Ording durch den Tourismus die Anonymität überhandnimmt. Heute kennen wir Sankt Peter-Ording als den Tourismus-Ort, an den Touris immer wieder gerne hinkommen, um ihren Urlaub hier zu verbringen. Den alten Charme lässt sich St. Peter-Ording jedoch nicht nehmen.

Die Bauten

Einst war Sankt Peter-Ording bekannt als Armenhaus, in dem unvermögende Leute lebten. Die ersten Häuser bestanden aus Holz, das an die Nordseeküste gespült wurde. Die Dächer waren einfache Strohdächer. Baute man sich ein Haus, musste man auf Treibholz hoffen. Wenn unter dem Strandgut kein passendes Holz zu finden war, musste man andernfalls das Bauholz aus Polen und Südschweden importiert. In diesem Zeitraum standen auf Eiderstedt viele Haubarge, ein typischer friesischer Baustil. Die Friesischen Häuser waren im Gegensatz zu den Haubargen sehr klein und funktionell eingerichtet.

1877 wurde das erste Hotel errichtet und der Baustil änderte sich an der Nordseeküste. Nach und nach kamen die ersten privaten Villen dazu. Später wurden an die friesischen Häuser Veranden angebaut und so entstand ein neuer Baustil vor dem Krieg. 1913 wurde das erste Sanatorium erbaut und ihm folgten nach dem Zweiten Weltkrieg noch weitere Kurkliniken. Es entstand in St. Peter-Ording ein regelrechter Bauboom. Vor allem Ferienwohnungen wurden erbaut und um 1970 vermehrt Ferienhäuser. Um den friesischen Stil zu behalten, haben sich viele Bauherren dazu entschieden, diesen optisch nach zu bauen. Mit dem Boom der Ferienobjekte stieg die Zahl der Ferienagenturen. Am 06. August 1996 erfolgte so auch die Gründung von "Appartements in St. Peter-Ording GmbH". Durch den Bau von Ferienobjekten kam Geld nach St. Peter-Ording und die Anonymität. Viele Menschen, die heute hier arbeiten, wohnen in den umliegenden Dörfern, wie beispielsweise Garding oder Tating.

Am zwölf Kilometer langen Sandstrand entstand 1911 der erste Pfahlbau, die Giftbude. Dem ersten Lokal sollten noch weitere folgen. Der Komfort am Strand wurde für die Urlaubsgäste und die Einheimischen großgeschrieben. Mit kleinen Umkleidekutschen konnten die Badegäste direkt an den Strand fahren. Später wurden auch die Umkleiden auf Pfahlbauten errichtet. 1926 verschaffte man sich leichteren Zugang zum Ordinger Strand durch die Seebrücke.

Durch den beendeten Zweiten Weltkrieg kamen neben den Kurgästen auch Künstler und Flüchtlinge nach SPO, um hier zu arbeiten. Der Ort wurde mit Leben gefüllt. Die Landschaft an der Nordseeküste zog besonders die Kunstschaffenden in ihren Bann. Die Salzwiesen und Dünen sind malerisch schön und wurden auf so mancher Leinwand festgehalten. Vor allem die Ruhe, sowie Abgeschiedenheit inspiriert viele Maler und andere Künstler.

Da sich die Gemeinde SPO zunehmend mit Bade- und Kurgästen füllt, war eine verbesserte Verkehrsanbindung von Vorteil. Die Bahnstrecke nach Husum erfolgte 1932 und durch die Erbauung vom Eidersperrwerk gelangt man mit dem Auto noch schneller nach St. Peter-Ording.

Ausflug in die Vergangenheit

Für Interessierte bietet sich ein Besuch im Museum Landschaft Eiderstedt an. Sie bekommen in dem alten friesischen Gebäude viele anschauliche Informationen über die Kultur von damals und heute auf Eiderstedt. Ausführlichere Infos bietet ein Blick in die Chronik von St. Peter-Ording. Diese können Sie im Internet einsehen.

Lernen Sie das heutige Nordseeheil- und Schwefelbad Sankt Peter-Ording kennen und tauchen Sie in die Geschichte von der Halbinsel Eiderstedt ein. Sie werden sich wundern, was es alles zu entdecken gibt. Finden Sie Ihr Ferienhaus oder Ihre Ferienwohnung auf unserer Homepage app-spo.de. Wir stehen Ihnen mit Rat und erstklassigen Appartements zur Seite. Persönlich erreichen Sie uns unter der Rufnummer (+49) 0 4863 4191. Auf Ihren Besuch freuen wir uns.

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